Och nö! Eben noch die schönste Sonne, jetzt alles grau in grau.
Und ich merke wieder, der Herbstanfang ist echt nicht so mein Ding, der schlägt mir leicht aufs Gemüt. Die Tage werden schnell immer kürzer und jetzt regnet es auch noch. Da hilft es auch nichts, dass ich im Supermarkt schon seit Wochen mit Weihnachtssüßigkeiten belästigt werde – fast unanständig, noch vor Erntedank Dominosteine und Lebkuchen präsentiert zu bekommen.
Doch, so stelle ich dann fest, der Jahreszeitenwechsel hat auch schöne Momente: Etwa der Garderobenwechsel, der jetzt ansteht. Meine Sommerweste habe ich schon gegen die Regenjacke eingetauscht, da gibt’s auch ein paar Pullover, die ich nun wieder tragen kann. Und ja, keine Frage, auf dem Sofa sitzt es sich auch wieder kuscheliger mit einer Tasse Tee, als noch vor ein paar Wochen, als der Ventilator noch im Dauerbetrieb lief.
Ich kann also was tun gegen diese Herbststimmung. Und wenn die Sonne schon nicht so oft scheint, wie ich es mir wünsche, dann suche ich eben nach den Lichtstrahlen im Leben, was auch im Kino geht, denn gerade hat im Lauterbacher Lichtspielhaus die neue Staffel des Kirchenkinos begonnen unter dem Titel:
„Lichtstrahlen – Filme für Hoffnung und Zuversicht"
Am Anfang jeden Monats werden bis März Filme gezeigt, die das Kirchenkino-Team ausgesucht hat und die immer mit einem kurzen theologischen Gedanken anmoderiert werden. Vier der sechs Filme gehen übrigens auf echte Begebenheiten zurück, was sie für mich noch wertvoller machen. Denn sie zeigen, dass sich, egal, wie wolkenverhangen das Leben auch gerade aussehen mag, der Lichtstrahl der Hoffnung und Zuversicht auch durch die dichteste Wolkendecke durchkämpfen kann und es sich lohnt, nach ihm zu suchen!
So wie Saroo, von dem im März-Film „Lion – Der lange Weg nach Hause“, erzählt wird. Es ist die wahre Geschichte eines Fünfjährigen, der in einem Zug in Indien einschläft, und dann tausende Kilometer entfernt als orientierungsloses Waisenkind aufgegriffen wird. Als er später nach Australien adoptiert und liebevoll aufgezogen wird, sucht er dennoch weiterhin seine indische Herkunftsfamilie, was ihm nach Jahren auch gelingt.
So wird klar, manchmal dauert es ein wenig länger, bis es wieder richtig hell wird - aber bis dahin lohnt es sich weiter nach den Lichtstrahlen im Leben zu suchen.
Bleiben Sie behütet!