Unter einer Decke voller Segen: Wenn Generationen sich verbinden

veröffentlicht 12.05.2026 von A. Borgerding, Ev. Dekanat Vogelsberg

Aktionstag „Oma, Opa und Du“ bescherte Kindern mit Großeltern besondere Momente

Es sind diese besonderen Tage, die noch lange nachklingen – voller Wärme, Lachen und echter Begegnung. Genauso ein Tag war der Aktionstag „Oma, Opa und Du“ am 31. März im Dorfgemeinschaftshaus in Deckenbach. Bereits zum dritten Mal kamen Großeltern und ihre Enkelkinder im Raum Homberg zusammen – und mit rund 50 Teilnehmenden war spürbar: Dieses Angebot berührt und wächst.

Von 10 bis 16 Uhr wurde gespielt, gelacht, gebastelt, erzählt – und vor allem: Zeit miteinander geteilt. Organisiert von den Gemeindepädagoginnen Ruth Martin-Weigang aus der Familienarbeit des evangelischen Dekanats Vogelsberg und Antje Borgerding aus dem Nachbarschaftsraum Homberger Land, stand der Tag unter der Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“. Ein Satz, der nicht nur gehört, sondern gelebt wurde.

Schon der Einstieg mit Liedern ließ die Generationen zusammenrücken. Besonders eindrücklich war die biblische Geschichte aus Jesaja 58, die mit Sandbildern auf einem Overheadprojektor erzählt wurde. Während die Bilder langsam entstanden, wurde es still im Raum – Kinder und Erwachsene lauschten gebannt, als würden Worte und Bilder direkt ins Herz fallen.

Danach wurde es lebendig und fröhlich: Beim gemeinsamen Malspiel, angelehnt an die „Montagsmaler“, wurde geraten, gelacht und manchmal auch herrlich danebengelegen. Doch auch tiefgehende Momente hatten ihren Platz. Bei einer Aktion mit einer Rettungsdecke konnten die Teilnehmenden sichtbar machen, was ihr Leben beschwert – auf der silbernen Seite, mit schweren Steinen. Und auf der goldenen Seite entstand ein leuchtendes Bild all dessen, was das Leben schön macht. Ein stiller, ehrlicher Moment, der viele berührte.

Beim anschließenden Spiel mit Rettungsdecken und Luftballons wurde wieder ausgelassen gelacht – ein Wechsel aus Leichtigkeit und Tiefe, der diesen Tag so besonders machte.

Das gemeinsame Mittagessen, ein großes Pizzabuffet, brachte alle an einen Tisch. Gespräche entstanden, Geschichten wurden geteilt, und man fühlte: Gemeinschaft verbindet und belebt.

Am Nachmittag trennten sich die Wege für zwei Workshops. Die Kinder tauchten beim Basteln von Kaleidoskopen in bunte Fantasiewelten ein, während die Großeltern bei einem Spaziergang zur Deckenbacher Kirche zur Ruhe kamen. Der Impuls in der Kirche schenkte Raum zur persönlichen Reflektion – ein Moment, der vielen sichtbar guttat.

Anschließend wartete auf alle im Dorfgemeinschaftshaus ein liebevoll gestaltetes Kuchenbuffet. Selbstgebackene Kuchen, mitgebracht von den Großeltern, wurden bei guter Stimmung gemeinsam genossen.

Der wohl bewegendste Moment folgte zum Abschluss: Jede Familie wurde unter eine Rettungsdecke eingeladen und erhielt einen persönlichen Segen. Ein einfaches Bild – und doch voller Kraft. Unter der schützenden Decke, nah beieinander, wurde spürbar, was diesen Tag getragen hat: Nähe, Vertrauen und Liebe.

„Ich fand’s richtig cool, dass wir alle zusammen so viel gemacht haben – nicht nur die Kinder, sondern auch die Omas und Opas“, sagte einer der jugendlichen Mitarbeitenden strahlend. Und eine Großmutter brachte es mit leiser Stimme auf den Punkt: „Das war mehr als ein schöner Tag. Das war Zeit nur für uns.“ Dass dieser Tag so gelingen konnte, ist auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus dem Homberger Land zu verdanken – darunter zwei engagierte Jugendliche, Unterstützung in der Küche sowie zahlreiche fleißige Hände beim Auf- und Abbau. Ein besonderer Dank gilt der Dorfgemeinschaft Deckenbach für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses, das einmal mehr zu einem Ort der Begegnung wurde. Am Ende blieb die Gewissheit: Solche Tage schenken nicht nur schöne Erinnerungen, sondern stärken, was wirklich zählt: Wir sind untereinander und mit Gott verbunden.