Evangelisches Dekanat Vogelsberg

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          Pfingstgottesdienst im Rahmen der Pfingstmusiktage mit Kirchenpräsident Dr. Volker Jung

          Von der Hoffnung auf Gott singen

          © Traudi SchlittKirchenpräsident Dr. Volker Jung und Pfarrerin Karin Klaffehn gestalteten den Pfingstgottesdienst im Jubiläumsjahr der Pfingstmusiktage.

          In diesem Jahr jährten sich die Pfingstmusiktage zum 50. Mal. Zum anstehenden Jubiläumsgottesdienst konnte die Kirchengemeinde Lauterbach-Heblos ihren ehemaligen Dekan und jetzigen Kirchenpräsidenten Dr. Volker Jung für einen Besuch in der alten Heimat gewinnen.

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          Die Pfingstmusiktage in Lauterbach sind stets voller großartiger Momente. Einer der spirituellen Höhepunkte ist in jedem Jahr der Pfingstgottesdienst am Sonntagmorgen. Denn hier geht es um den Geist von Pfingsten, den Heiligen Geist. Traditionell begleitet das Lauterbacher Vokalensemble unter der Leitung von Kantorin Claudia Regel den Gottesdienst. In diesem Jahr jährten sich die Pfingstmusiktage zum 50. Mal. Zum anstehenden Jubiläumsgottesdienst konnte die Kirchengemeinde Lauterbach-Heblos ihren ehemaligen Dekan und jetzigen Kirchenpräsidenten Dr. Volker Jung für einen Besuch in der alten Heimat gewinnen. All das zusammen sorgte für eine sehr volle Stadtkirche am Pfingstsonntag.

          Eröffnet wurde der Gottesdienst mit einem feierlichen Orgelstück von Claudia Regel. Kirchenpräsident Volker Jung und Pfarrerin Karin Klaffehn begrüßten zu diesem besonderen Anlass die Gemeinde gemeinsam, bevor das Vokalensemble in die Liturgie miteinstimmte. Begleitet von Daniela Wartenberg am Violoncello gaben die Sängerinnen und Sänger hier bereits eine Kostprobe ihrer außerordentlichen Sangeskunst. „Singet dem Herrn ein neues Lied“, „Adoramus te Christe“ und „Thus saith the Lord“ waren die Eingangsstücke, die das Ensemble darbot: Passend zu den liturgischen Abschnitten, präzise und sehr berührend - ein musikalischer Hochgenuss von Anfang an, den die Gottesdienstbesucher sehr genossen. Sie konnten den gefühlvollen Dialogen der verschiedenen Stimmen lauschen, die bei „Thus saith the Lord“ zu einem großen gesungenen Lob zusammenfanden.

          Seine Predigt legte der Kirchenpräsident nach Hesekiel 37 aus. In diesem Kapitel ist die Rede von einem Totenfeld voller Leichen, die Gott wieder lebendig machen wird. Von Auferstehung indes handele dieses Buch nicht, sagte Jung. Vielmehr seien die Toten eine Anspielung auf Menschen in Not, Menschen, die alles verloren hätten, die „vom Leben abgeschnitten sind“. Bilder von Menschen in Zerstörung und Hoffnungslosigkeit sähe man auch heute. Doch wie die Skelette in der Geschichte, denen Gott wieder Muskeln, Fleisch und Haut gibt, könne auch heute noch die Hoffnung über die Verzweiflung siegen. Nicht nur in Kriegsgebieten wie der Ukraine, Israel oder Gaza kämpften die Menschen gegen ihre Hoffnungslosigkeit an. Auch der Klimawandel mache Angst: Gerade junge Menschen fürchteten um ihre Zukunft. Und auch die Zukunft der Kirche selbst sei ungewiss. Der Kirchenpräsident predigte Hoffnung für alle, auch für seine Institution: Immer sei auf Altes, das zu Ende ging, Neues gefolgt, oftmals Besseres. Als Beispiel nannte Jung das Grundgesetz, das in dieser Woche gefeiert werde. Als es vor 75 Jahren entstand, geschah dies aus Schutt und Asche, war ein Neuanfang auf einem unsäglichen Totenfeld nach großer Schuld. Immer wieder kämen Menschen in die Situation, in der sie sich fragten: „Kann ich wieder lebendig werden?“ „Worauf hoffst du?“ Wenn man heute das geflügelte Wort anwende „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so könne man sicher sein: „Die Hoffnung auf Gottes Hilfe ist die Hoffnung, die niemals stirbt.“ Zu Pfingsten hätten die Menschen dies gespürt, hätten das „Brausen“ wahrgenommen, als der Heilige Geist über sie kam: Menschen, die sich davon berühren ließen, bezeugten das Leben, so der Kirchenpräsident.

          Musikalisch unterstrich das Lauterbacher Vokalensemble das Gesagte mit dem Stück „Salutation“: Würdevoll dargeboten, schön, getragen und berührend, griff es den Gedanken der Hoffnung und des Lebens auf und bildete einen schönen Fast-Abschluss des Gottesdienstes. Diesen sangen die begeisterten Sängerinnen und Sänger nach dem Segen: „Jubilate Deo“ – ein stimmgewaltiges, starkes Lied voller Freude für einen besonderen Tag und Anlass.

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